H.B.GIRMANN ARCHITEKT

Städtebaulicher Entwurf  einer Wohnanlage mit 70 Wohneinheiten
und einer Tiefgarage mit 65 Stellplätzen.

In einer bevorzugten Lage in unmittelbarer Nähe des landschaftlich reizvollen Göhlbachtals im Hamburger Süden auf dem Gelände einer ehemaligen Gaststätte und einer Schießanlage wurde eine Wohnanlage entwickelt, die sowohl Eigentumswohnungen, Mietwohnungen als auch  Wohnungen des betreuten Wohnens enthält.
Der Entwurf geht im besonderen Maß auf diese sensible städtebauliche Situation, den erhaltenswürdigen Baumbestand und die historische Bebauung ein.
Die nördliche Bebauung am Kirchenhang nimmt die geschlossene Blockstruktur der Eißendorferstraße und Jürgensstrasse auf.
Die Grundrissfigur des Kreisabschnittes ist zum einen zur Bildung eines städtebaulichen Raumes (Platzbildung), zur Einbeziehung des Baumbestandes und zum anderen als architektonischer Akzent gestalterisch gewollt. Hier ist auch die 3-Geschossigkeit  in Abweichung des gültigen Bebauungsplanes gewollt.
Das Torhaus, welches in Verlängerung der Sichtachsen und Hauptzufahrt steht, ist Hauseingang und Zufahrt zur Tiefgarage. In dieser werden alle notwendigen Stellplätze untergebracht.
Der nord-westliche Riegel geht auf die Höhen und Proportionen des alten Schulgebäudes ein.
Um einen deutlichen Übergang von der geschlossenen nördlichen zur offenen südlichen Bebauung Eißendorfs zu erreichen, ohne die Einheit der Gesamtanlage zu stören, ist die südliche Bebauung in drei Einzelhäuser aufgelöst.
Die quadratischen Einzelhäuser  (Punkthaus mit Zeltdach) in Verbindung mit den Blöcken zur Straßenseite (Nord) bilden einen ruhigen park- und gartenartigen Innenhof mit hohem Freizeitwert.
Der alte vorhandene hohe Baumbestand wird erhalten.
Die Architektur der Wohnanlage ist bewusst kleinteilig und abwechselungsreich gestaltet, um auf das Umfeld einzugehen und den Nutzern eine große Ablesbarkeit der verschiedenen Wohneinheiten zu ermöglichen.
Die gemäß gültigem Bebauungsplan vorgesehenen Baugrenzen sind deshalb zum Teil überschritten, da jetzt eine Wohnnutzung mit dem beschriebenen Anspruch entstehen soll. Bei Aufstellung des B-Planes hat man die vorhandenen Gebäudekanten als Maßstab für die Baugrenzen angenommen, dies war jetzt zu korrigieren.
Das vorherrschende und optisch wirkende Material wird der hanseatische Ziegelstein, im Wechsel mit verglasten Einschnitten.
Die Staffelgeschosse sind in Zinkdeckung und die Spitzen der Zeltdächer in Glas vorgesehen.
Die Nebenräume und die Tiefgarage werden unter Ausnutzung der Topographie in der -1 Ebene untergebracht.
Die Flachdachanteile werden gestaltet und als Dachgarten den Nutzern zur Verfügung gestellt.

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