H.B.GIRMANN ARCHITEKT
H.B.GIRMANN SPIELBUDENPLATZ

Städtebauliches Konzept

Die vorhandene städtebauliche Struktur des Spielbundenplatzes, der Reeperbahn, der Davidstrasse, der Taubenstraße und der Straße Beim Trichter sollen in Ihrer Funktion und Wegeführung erhalten bleiben. Die nächtliche Rushhour auf der Reeperbahn gehört genauso zu diesem Stadtteil wie das Operettenhaus und das Milieu. Die eingeschossigen gastronomischen Pavillons im Bereich Davidstrasse und Reeperbahn müssen für die Neugestaltung entfernt werden. Eine weitere Bepflanzung oder Begrünung des Spielbudenplatzes ist nicht vorgesehen und würde der Nutzung des Platzes entgegensprechen. Die ehemaligen Bunkerabgänge und jetzigen Tiefgarageneinfahrten werden durch transparente leichte Konstruktionen ersetzt. Der Höhenunterschied von der Davidstrasse bis zur Straße Beim Trichter wird durch Geländestufe überwunden. Der Kreuzungspunkt Davidstrasse Reeperbahn, welchen auf dem Spielbudenplatz am stärksten frequentiert wird und auch immer Zentrum jeder Veranstaltung ist, wird durch die auslaufenden Geländestufen betont. Ob der Eiffelturm oder das Centre Pompidou in Paris, immer werden auch Plätze durch Gebäude gebildet und geprägt. Die touristische Attraktivität St. Paulis und des Spielbudenplatzes tagsüber hält sich in bescheidenen Grenzen. Durch einen besonderen zentralen Punkt, der nur durch diese Gebäude bzw. durch diese begehbare Skulptur geschaffen wird, soll St. Pauli und den Spielbudenplatz die Bedeutung verschaffen, die über das bekannte Milieu herausragt.

Beleuchtungskonzept

St. Pauli, die Reeperbahn und der Spielbudenplatz leben von der Nacht, den teilweise skurrilen Neonreklamen der Bars und Kneipen. Es ist geplant den Spielbudenplatz mit einer in den Boden eingelassenen Beleuchtung in einem Raster von ca. 5,50 m x 5,50 m illuminiert werden. Ähnlich den Positionslichtern eines Flughafens ist das Beleuchtungskonzept zu verstehen. Die Lichtgestaltung des Spielbudenplatzes soll dabei nicht in Konkurrenz zu der vertikalen Neonbeleuchtung des Milieus stehen, sondern diese auf der horizontalen Ebene ergänzen. Die Reeperbahn und der Spielbudenplatz ist halt nun mal Einflugschneise für alle Vergnügungssüchtigen, ob Kneipengänger oder Operettenhausbesucher.

Materialien

Der Spielbudenplatz soll mit großformatige Granitplatten, mit rauer gebrochener Oberfläche in einem quadratischen Raster von 5,50 m x 5,50 m gestaltet werden. In den Kreuzungspunkten dieses Großrasters werden die den Platz illuminierenden Bodenbeleuchtungen eingesetzt. Weiterhin wird das Raster durch farbig abgesetzte Granitstreifen und durch die notwendigen Entwässerungsrinnen betont. Die Granitplatten gewährleisten zum einen, dass die Verschmutzung durch Veranstaltungen begrenzt wird und zum anderen, das ein Herausbrechen von Steinen oder Platten bei Demonstrationen verhindert wird.

Das Gebäude
Das 24-geschossige 80,00 m hohe Gebäude besteht aus einer sichtbaren Stahl/Betonkonstruktion, verglasten gegeneinander versetzten Raumeinheiten, einem Restaurant im 22. Obergeschoss und einer Aussichtsplattform in 72 m Höhen. Der Abschluss des Gebäudes bildet die Skulptur eines tanzenden Spielers. Die individuell untereinander verknüpfbaren Raumeinheiten sollen sowohl gastronomische und kulturelle Angebote wie auch Gallerin, Ausstellungen, Studios, Büros und Apartments enthalten. Eine Außenstelle des Standesamtes im 20. Stockwerk würde sicherlich nicht nur von St. Paulianern genutzt. Die Nutzung des Gebäudes muss genauso farbig sein wie der Stadtteil St. Pauli selbst ist. Erschlossen wird das Gebäude durch drei Treppenhäuser, zwei außen liegenden Schrägaufzügen und einer zentralen Aufzugsanlage für das Restaurant und der Aussichtsplattform. Am Fuße des Gebäudes soll ein internationales Café und Cafégarten entstehen mit Akzenten und Skulpturen verschiedenster Nationen, die mit Hamburg verbunden sind.

Architektur: H.B.GIRMANN
Kunst/Konzept: Karl-Heinz Steine

H.B.GIRMANN SPIELBUDENPLATZ
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